Die Braut über die Schwelle tragen
Nach der Hochzeit
Der Stammplatz der bösen Geister, die das Eheleben der Jungvermählten stören wollen, ist laut diesem Brauch unter der Schwelle des Hochzeitshauses. Deshalb wird die Braut vom Bräutigam mit Schwung über die Schwelle getragen.
Der gestohlene Brautschuh
Für die Hochzeitsfeier
Während der Hochzeitsfeier versucht einer der männlichen Hochzeitsgäste unter den Tisch zu kriechen und der Braut einen Schuh auszuziehen. Die Trophäe wird mit Blumen und kleinen Gegenständen geschmückt und in der Mitte wird ein gefülltes Rotweinglas eingesetzt. Anschließend wird der Schuh wieder auf den Tisch gestellt. Als erstes trinkt das Brautpaar und nachdem das Glas wieder aufgefüllt wird, wird es an die anderen Hochzeitsgäste weiter gereicht. Zum Schluss bekommt die Braut den Schuh wieder und der Bräutigam muss die ganze Zeche bezahlen.
(selten)
Brot und Salz
für die Trauung
Nach der Trauung, vor Eintritt ins Haus oder Lokal wird dem Brautpaar durch eine Person (Gastwirt, Kellner, Verwandte oder andere) eine Scheibe trockenes Brot mit Salz bestreut, die sich das Paar teilen muss. Die Bedeutung: Das Brautpaar teilt Brot und Wasser im gemeinsamen Leben.
(verbreitet)
Brautstehlen
für die Hochzeitsfeier
Das Brautstehlen findet immer während des Hochzeitsfests statt. Freunde der Brautleute lenken den Bräutigam und den Trauzeugen ab, um die Braut mit dem Brautstrauß zu entführen. Dann geht´s zum Sekttrinken in einem nicht all zu weit entfernten Lokal. Der Trauzeuge und der Bräutigam müssen die Braut suchen und die Rechnung bezahlen, sozusagen als Auslöse für die Braut.
(sehr verbreitet)
Klappern und Scheppern
für die Hochzeitsfeier
Der Brauch, zur Hochzeit zur Klappern und zu scheppern, ist Jahrhunderte alt. Damit möchte man nach alter Tradition, Geister und sonstige Unholde von der Hochzeitsfeier und natürlich dem Brautpaar fernhalten. Die Amerikaner haben diesen Brauch anders umgesetzt: Sie binden alte Dosen an die Hochzeitsautos!
Blüten streuen
nach der Trauung
Blumenkinder, meistens ein Mädchen und ein Junge, tragen kleine Körbchen mit bunten Blüten, die zu Ehren des Brautpaares nach der Trauzeremonie gestreut werden. Durch diesen Brauch sollen die Fruchtbarkeitsgötter angelockt werden, die für einen reichen Kindersegen sorgen. Wenn die Kinder sehr klein sind, solltet Ihr das Blumenstreuen mit den Kindern vor der Hochzeit einmal üben, denn gerne wird das ganze große Körbchen von den Kleinen auf einmal ausgeleert.
Geheimnisvolles Brautkleid
vor der Hochzeit - Aberglaube
Der Aberglaube sagt, dass der Bräutigam das Kleid nicht vorher zu Gesicht bekommen sollte- es soll dem Paar kein Glück bringen! Heute ist es meist so, dass die Braut dem Bräutigam mit dem schönen Kleid überraschen möchte.
(sehr verbreitet)
Gemeinsames Anschneiden der Hochzeitstorte
für die Feier - Hochzeitstorte
Gemeinsames Anschneiden der Hochzeitstorte
Braut und Bräutigam schneiden gemeinsam die Hochzeitstorte an - als Zeichen für ihren Zusammenhalt und Einigkeit in der bevorstehenden Ehe. Wer beim gemeinsamen Anschneiden der Hochzeitstorte die Hand obenauf hat, der soll der Herr bzw. die Frau im Haus sein auf ewig.
(sehr verbreitet)
Gemeinsames Baumsägen
nach der Hochzeit
Braut und Bräutigam zersägen nach der Trauung einen Baumstamm als Zeichen für gemeinsames Handeln voller Glück.
(verbreitet)
Hochzeitskerze
nach der Trauung für die gesamte Ehe
Die Hochzeitskerze ist das Symbol der Liebe, das das Brautpaar vereint und erinnert an die Liebe Christi zu den Menschen.
In der Regel steht der Namen der Brautleute, das Datum, ein Sinnspruch oder ein Symbol für die Ehe auf der Kerze. Beim Einzug in die Kirche kann die Kerze mitgetragen werden und dann auf den Altar gestellt werden. Nach der Trauung wird Sie gesegnet und angezündet.
Während des Essens sollte die Kerze am Tisch des Brautpaares brennen.
Die Hochzeitskerze sollte Zuhause nicht nur in den Schrank gestellt werden, sondern immer wieder angezündet werden bei Hochzeitstagen, Geburtstagen, aber auch bei Meinungsverschiedenheiten zwischen den Eheleuten.
Kranzlabtanzen
für die Hochzeitsfeier
Der Braut wird der Schleier abgenommen und sie bekommt stattdessen ein Kopftuch und eine Schürze umgebunden. Gäste werfen Kleingeld und die Brautleute müssen mit Besen und Schaufel das Geld einsammeln. Um das ganze zu erschweren kann Mann den Bräutigam auch auf den Kopf stellen um das gesammelte Geld wieder auf den Boden zu leeren. Dieser Brauch soll das Zusammen halten im Alltag symbolisieren.
(sehr verbreitet)
Polterabend - Poltern
vor der Ehe
Eine der lebendigsten Traditionen ist der Polterabend. Die Gäste, häufig uneingeladen, zertrümmern vor der Tür des Brautpaares mitgebrachtes Geschirr. Denn Scherben bringen Glück und vertreiben außerdem durch den Lärm böse Geister. Braut und Bräutigam müssen die Scherben gemeinsam zusammenfegen, als Symbol dafür, dass sie in der Ehe Probleme gemeinsam lösen werden.
(sehr verbreitet)
Reis werfen
bei der Trauung
Dieser Brauch wird beim Ausschreiten des Brautpaares aus der Kirche oder dem Standesamt vollzogen. Die Hochzeitsgäste werfen dabei Reiskörner oder Blütenblätter manchmal auch Getreide oder Konfetti über das aus der Kirche bzw. dem Standesamt ausschreitende Brautpaar. Das Werfen des Reises und der Blütenblätter soll nach alter Überlieferung Fruchtbarkeit dem Brautpaar bringen.
Tip: Es wird heutzutage häufig nicht gerne gesehen, wenn vor der Kirche oder dem Standesamt Reis gestreut wird, da man erstens leicht darauf ausrutscht und zweitens Lebensmittel nicht verschwenden sollte. Erkundigen Sie sich am besten vorher - denn Konfetti oder Blüten sind mindestens genauso schön!
Seil spannen
für die Trauung
Freunde spannen nach der Trauung vor die Kirchentür ein Seil. Indem der Bräutigam einen Tribut zahlt, kauft er sich von seinen Jugendsünden frei und gleichzeitig das Wegerecht aus der Kirche.
Eine andere Version sagt, dass das Seil die erste Zerreißprobe der Ehe darstellt. Das Seil soll nicht das Brautpaar aufhalten, sondern die bösen Geister
(verbreitet)
Schlüsselgewalt in der Ehe
für die Hochzeitsfeier
Das Brautpaar bekommt bei der Feier auf einem Tablett zwei Gläser Wein und den Haustürschlüssel serviert. Die beiden müssen zum Glas greifen, schnell trinken und dann den Haustürschlüssel schnappen. Derjenige, der den Schlüssel zuerst in der Hand hat, dokumentiert damit symbolisch die Schlüsselgewalt in der Ehe.
Spalier stehen
bei der Trauung
Die Freunde, Verwandte oder Vereinskameraden bilden vor dem Kirchenportal ein Ehrenspalier aus Blumen oder Dingen, die z.B. mit dem Hobby des Brautpaares zu tun haben
(verbreitet)
Der Verlobungsantrag
vor der Ehe
Traditionell macht natürlich ER den Antrag - allerdings können Frauen alle vier Jahre, nämlich am 29.Februar, die Angelegenheit in die eigenen Hände nehmen und ihrem Freund einen Antrag machen. Diese Tradition liegt mehrere hundert Jahre zurück, noch aus der Zeit, in der dieses Datum rechtlich als "ungültig" galt. An diesem Tag wurde die Tradition auf den Kopf gestellt und endlich konnten auch die Frauen mal Power beweisen und um die Hand ihres Liebsten anhalten. (Die nächste Chance ist dann der 29.Februar 2012!)
Zerreißprobe
für die Trauung
Die junge Ehe soll sich stärker erweisen als alle Hindernisse, die sich Ihr in den Weg stellen. Deshalb wird vor die Kirchentür ein Seil gespannt, dass von dem Brautpaar überwunden werden muss.
Zerrissener Schleier
für die Trauung
Früher wurde der Brautschleier nach der Trauung zerrissen das sollte den Hochzeitspaar Glück bringen. Heute bekommen die Autofahrer unter den Gästen ein Stück Tüll oder Bänder als Symbolischer Brautschleier an den Spiegel oder die Antenne gebunden.
(sehr verbreitet)
